Home > Einsätze > Einsatzberichte > 13/2018: Waldbrand Hofbergli, Günsberg

13/2018: Waldbrand Hofbergli, Günsberg

Nachbarhilfe zugunsten der Feuerwehr Günsberg beim Waldbrand zwischen dem Hofbergli Günsberg und dem Stierenberg Niederwil. Die grosse Ausbreitung verlangte alles von den Einsatzkräften ab. Vier Feuerwehren standen über mehrere Stunden im Einsatz.

Einsatzbericht

Am frühen Sonntagnachmittag fuhr die Feuerwehr Günsberg mit eingeschaltetem Blaulicht und Sirene durch unsere Dörfer. Kurz später erhielt unser Kommandant mehrere Anrufe von Bewohnern, warum Günsberg mit Sondersignalen durch das Dorf fahre. Am Funk war die Erklärung dazu zu vernehmen. Brand im Hofbergli Günsberg. Das Hofbergli ist mit Fahrzeugen nur von der hinteren Schmiedenmatt (Gemeinde Herbetswil) her zu erreichen. Der Kommandant der FW Jurasüdfuss funkte daraufhin den Einsatzleiter der FW Günsberg-Balm-Kammersrohr an. Dieser bat nach kurzer Rücksprache um Unterstützung mit 15-20 AdF, Motorspritze und Atemschutz.
Nur zehn Minuten nach der Alarmierung war das erste Fahrzeug mit 400 Litern Wasser und Kleinlöscheinheit beim Hofbergli. Der erste Offizier vor Ort musste feststellen, dass sich das Ereignis anders präsentierte als angenommen. Es brannte nicht das Restaurant Hofbergli, sondern der Wald einige hundert Meter westlich, im Gebiet "Gschliff" in Richtung Balmberg. Sofort wurde auch das Waldbrandmaterial herbei geschafft. Das steile Gelände machte es nötig zwei Abschnitte, "Hofbergli" und "Stierenberg" zu bilden. Auf der Seite Hofbergli waren die Feuerwehren Günsberg und Jurasüdfuss, auf der Seite Stierenberg die Feuerwehren Solothurn, Günsberg und Flumenthal-Hubersdorf im Einsatz. Die Einsatzleitung lag beiderseits bei der Feuerwehr Günsberg. Kurz nach unserem Eintreffen erreichte auch der Helikopter der Swiss Helicopters den Einsatzort. Vom Tanklöschfahrzeug Günsberg aus wurde eine Transportleitung ins Waldbrandgebiet gebaut, die gesamte Leitungslänge erreichte ca. 400m, 40 Höhenmeter galt es zu überwinden. Im steilen, bewaldeten Gebiet kostete der Einsatz viel Kraft. Oberhalb und östlich des Brandgebietes wurden zwei Beobachtungs- und Koordinationsposten errichtet, jeweils besetzt durch einen Offizier der FW Jurasüdfuss. Aus diesen Posten konnten die Helikopterflüge geleitet und dem Pilot wichtige Informationen zugespielt werden. Das Gelände war zu Fuss so schwer zugänglich, dass komplett auf Löschangriffe zu Fuss verzichtet werden musste. Der Helikopter mit der Kennung HB-ZKT startete kurz vor 15:00 Uhr in Gsteigwiler-Interlaken und erreichte 20 Minuten später das Einsatzgebiet. Bis 17:00 Uhr leistete der Hubschrauber über 30 Löschflüge mit dem "Bambi Bucket". Gut zu sehen ist der Helikoptereinsatz auf dem Flugtracker "Flightradar24", hier ein Screenshot. Um 17:30 Uhr übergab die Feuerwehr Jurasüdfuss seinen Abschnitt des Einsatzgebietes der Feuerwehr Günsberg und rückte ins Magazin ein. 
Am Montag waren einzelne Glutnester wieder ausgebrochen, was für die Feuerwehren Günsberg und Solothurn zu einem erneuten Einsatz führte. Die Transportleitungen blieben noch bis zum folgenden Samstag bestehen, um schnell Wasser im Einsatzgebiet zu haben, für den Fall dass erneut ein Brand ausbrechen sollte.

Infobox
Die drei Feuerwehren Günsberg-Balm-Kammersrohr, Mittelthal (Aedermannsdorf, Matzendorf, Herbetswil) und Jurasüdfuss (Attiswil, Farnern, Rumisberg, Wiedlisbach) haben bereits vor zwei Jahren beschlossen über die Kantonsgrenzen hinweg zusammen zu arbeiten und sich auszutauschen. Die Schnittstelle zwischen den drei Organisationen befindet sich im Bereich Hofbergli (Günsberg), hintere Schmiedenmatt (Herbetswil) und vordere Schmiedenmatt (Farnern). Im Juli 2018 findet eine gemeinsame Übung beim Hofbergli Günsberg statt.











  

Mittel

 

Aufgebot

> Tanklöschfahrzeug TLF
> Atemschutzfahrzeug mit Schlauchausleger
> Mercedes Sprinter mit Motorspritze
> Mercedes Modulfahrzeug mit Motorspritze
> Modul Waldbrand
> Nissan Patrol mit Schlauchausleger
> VW Amarok mit Motorspritze
> Toyota Hilux mit Kleinlöscheinheit
> Renault Master
> Ford Transit

> FW Jurasüdfuss: 25 AdF
  > Grp 110, Kompetenzgruppe
> Grp 120, Kommando
> Grp 130, Ersteinsatz I
> Grp 180, Atemschutz
 

Aufwand

Einsatzbeginn: 08.04.2018, 14:54 Uhr
Einsatzende: 08.04.2018, 20:30 Uhr
Einsatzdauer: 5:36 h

 

Presse

Bilder/Videos


Toolbox
Print Drucken
Acrobat PDF
Arrow Right Weiterempfehlen
RSS RSS Abonnieren

Veröffentlicht
14:54:00 08.04.2018