

Gaudenz Schütz
19. August 2026
Am Mittwochabend, den 11.08.2026 ereignete sich an der Bahnhofstrasse in Wiedlisbach ein Grossbrand. Das Gebäude wurde ein Raub der Flammen, Übergiffe auf die umliegenden Gebäude und das historische Städtchen konnten verhindert werden.
Die Feuerwehr Jurasüdfuss befand sich am Dienstagabend noch im Magazin Wiedlisbach und war mit den Retablierungsarbeiten an Material und Ausrüstung vom vorausgegangenen Waldbrand beschäftigt, als der nächste Alarm eintraf. Die Alarmmeldung "Brand gross, A3" schreckte alle Anwesenden auf. Umgehend rückten die ersten Kräfte zum naheliegenden Verkaufsgeschäft an der Bahnhofstrasse aus. Flammen schlugen aus dem Gebäude quer über die Strasse in Richtung des Städtchens.
Als erste Massnahme wurden deshalb die hohen Flammen und der daraus sprudelnde Funkenflug bekämpft, während laufend weitere Mittel eintrafen. Die direkte Einwirkung auf das Feuer erwies sich im Laufe des Einsatzes immer schwieriger. Der Brand breitete sich in Zwischenräumen der Baukonstruktion immer weiter aus. Ein Innenangriff war wegen herunterstürzender Bauteile und hoher Einsturzgefahr nicht möglich. Erst als aufgrund der grossen Hitze die Dach- und Fassadenelemente aufzubrechen begannen, konnte das Feuer an der Wurzel gepackt und bekämpft werden.
Nach rund 12 Stunden Dauereinsatz war das Feuer schliesslich gelöscht und die Arbeit beschränkte sich fortan auf die aufwändigen Nachlöscharbeiten. Dazu wurden zwei Abbruchbagger aufgeboten, die Konstruktion Stück für Stück zerlegt und abgelöscht. Bis am Donnerstagmorgen wurde eine Brandwache eingerichtet. Weil alles ruhig blieb, konnte diese um 09:00 Uhr aufgehoben und die Ruine der Kantonspolizei übergeben werden.
Im Einsatz standen nebst der kompletten Feuerwehr Jurasüdfuss, die Feuerwehren Bipp, Wangen, Oberbipp, Langenthal, Schutz und Rettung Bern, mehrere Dienste der Kantonspolizei Bern mit der mobilen Einsatzzentrale, ein Ambulanzteam des Rettungsdienstes Emmental-Oberaargau, Mitarbeiter der Wasserversorgungen Wiedlisbach und Wangen a/A, der Kreisfeuerwehrinspektor Oberaargau, der Gemeindepräsident und der Gemeinderat Wiedlisbach, sowie viele weitere Dienste und Personen im Hintergrund. Ihnen allen danken wir vielmal für die sehr gute Zusammenarbeit.
Die Brandursache und die Schadenssumme werden von den Spezialisten der Kantonspolizei Bern ermittelt. Unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, wird zudem ein Zusammenhang dieses Ereignisses mit den vorangegangenen Waldbränden untersucht. Verdächtige Beobachtungen bitten wir, unter der Telefonnummer +41 31 303 26 31 der Polizei zu melden.
Alarmzeitpunkt
Mittwoch, 12. August 2026 um 22:01:00 MESZ
Mittel
FW Jurasüdfuss: 56 AdF
FW Wangen: 23 AdF und 5 Fahrzeuge
FW Bipp: 13 AdF und 4 FAhrzeuge
FW Oberbipp: 11 AdF und 3 Fahrzeuge
FW Langenthal: 2 AdF und 1 Fahrzeug
Schutz + Rettung Bern, Berufsfeuerwehr: 2 AdF und 1 Fahrzeug
Kreisfeuerwehrinspektor
Gemeindepräsident und Gemeinderat Wiedlisbach
Einheiten im Einsatz
310 | FW Wangen, Atemschutz |
320 | FW Wangen, Maschinisten |
500 | FW Oberbipp, Kompetenzgruppe |
700 | FW Langenthal, Kompetenzgruppe |











